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Die Geschichte
des Windsurfens. Daily Dose stellt die wahren Eltern des Windsurfens
vor...
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Editorial: Die Wahrheit
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Darbys Freesail
System |
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Filmaufnahmen: 1965
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Testarbeit |
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Eine neue Sportart |
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Der Sport wird
bekannt |
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Das Patent |
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Darby vor Gericht |
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Der Windsurfboom |
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Speedsurfen |
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| Windsurf History
::: Der Windsurfboom |



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Der große Holländische
Textilhersteller Ten Cate hörte
1970 vom Windsurfer und wollte an Hoyle Schweitzer Segeltuch
verkaufen. Das
Geschäft
kam nicht zustande. Doch die Vertreter von Ten Cate kamen mit
100 Boards von Schweitzer in die Niederlande zurück, um sie dort zu verkaufen.
Im
Jahr
darauf
verzehnfachte
sich die Abnahmemenge und wieder ein Jahr später war die Nachfrage noch
größer.
Zur selben Zeit engagierte Schweitzer Mike "Thor" Horgan als
Händler
seiner "Windsurfer" auf
Oahu. Aus dieser Zusammenarbeit entstand 1974 Horgans Bussiness "Windsurfing
Hawaii". Ende des Jahres verkauft er "Windsurfing Hawaii" an
seine Freunde Larry "Stan" Stanley und Ken Kleid. 1975
brachte der Pat Love sein Talent in die
Gruppe ein. Jeden Tag war die Truppe auf dem Wasser, direkt vor
ihrem Haus und testete und entwickelte neue Techniken.
Diese
kleine Gruppe infizierter Windsurfer aus Kailua trieb die Entwicklung
des Windsurfsports enorm voran.
O-Ton Larry Stanley: "Innovation
was happening daily and we were all helping each other and giving
each other ideas, and
we'd brainstorm and go out and do this and the next day the guy
would do it a little better, you know, that's how all this things
came out. I would say a lot of it stemmed from Mike Horgan because,
if something didn't work he just rush home and change it or he'd
whip put the saw and cut it right there at the beach."
Da
die Hersteller mit der Produktion nicht mehr nachkamen, baute
Ten Cate in Holland seine eigene
Produktionsstätte und übernahm 1973
die Lizenz für die Produktion der Windsurfer in Europa. Mit mehr
als 250.000 Stück bekam die Firma weltweit den größten
Marktanteil. Ihre Windsurfer wurden durch mehr Volumen im Bugbereich verbessert.
Was sich allerdings nicht änderte, waren die ca. 230 l Auftrieb sowie das
schwammige Fahrverhalten des Originals. 1978 wurden die geliebten Holzgabelbäume
gegen Aluminium-Gabeln ausgewechselt. Im selben Jahr gab es in Europa bereits
10
Firmen, die Boards herstellten.
Als der Windsurfer in Europa seinen Siegeszug anzutreten begann,
wollte sich
auch
die Konkurrenz ihren Anteil am Kuchen sichern. 1975 produzierte
Fred Ostermann in Deutschland den Windglider. 1976 begann Mistral in
der Schweiz zu produzieren. Darauf folgten die deutschen Firmen HiFly,
Sailboard und Dufour in
Frankreich.
Diese Firmen überschwemmten bis 1982 den deutschen und französichen
Markt mit dem Windglider und begannen daraufhin in die USA zu exportieren.
Doch auch in Amerika wurde fleißig an der Weiterentwicklung der Windsurfer
gearbeitet. "Windsurfing Hawaii" erlangte internationale Anerkennung
für ihre überdurchschnittlich guten Produkte und vor allem ihre Neuerungen.
- 1975
entwickleten sie ein Trapez und 1976 Starkwindsegel.
- 1977 kamen die Fußschlaufen
dazu die nun endlich das Springen
ermöglichten
ohne das Brett zu verlieren. Die Schlaufen waren anfangs Gurtbänder
die einfach auf das Brett laminiert wurden.
- 1979 kamen sie mit den verstellbaren Gabelbäume
und 1980 mit den verstellbaren Mastverlängerungen auf
den Markt.
Der Sport entwickelte sich nun recht schnell weiter. Die Boards
wurden kürzer
und leichter. Die Windsurfer selbst
wurden besser und surften in immer größeren Wellen. Wave Sailing
wurde bei immer größerer Geschwindigkeit praktiziert.
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Welt- und Europameisterschaften
wurden durch die Herstellerfirmen gesponsert. Ziele Waren
unter anderem San Diego, die Bahamas oder auch Sardinien.
Immer dort wo es warm war. Zu den ersten Events kamen hunderte
von Teilnehmern aus aller Welt.
Die erste Windsurf Weltmeisterschaft
wurde 1973 an der Mission Bay in San Diego veranstaltet. Es wurde
noch ohne Gewichtsklassen gestartet. Damals waren auch zwei Europäer
am Start, Derk Thijs und Ernstfried Prade. Ab der WM 1974 am Lake
Ontario, USA und 1975 in Bendor, Frankreich traten die Wettkämpfer
in 4 Gewichtsklassen gegeneinander an.
1976 auf den Bahamas verblüffte wohl eines der größten
Windsurftalente der Geschichte. Robby
Naish gewann damals, erst 13-jährig,
seine erste Windsurfweltmeiterschaft. Dieser Sieg machte ihn zum
jüngsten
Weltmeister der Windsurfgeschichte.
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Derk
Thijs (7-facher Weltweister) aus
Holland war 1975 in Bendor der erste Windsurfer, der während
einer Weltmeisterschaft einen Wasserstart praktizierte.
Thijs war es auch, der Weihnachten 1977
als erster einen Sinker baute und surfte.
Es dauerte danach einige Jahre bis anderswo Sinker gebaut wurden.
Nämlich bis zu dem Tag als Derks Freund Jaap van der Rest 1980
auf Hawaii den Weltrekord im Speedsurfen auf einem Sinker gewann.
Die Idee zum Bau seines eigenen Sinkers kam von keinem anderen als
Derk
Thijs. Im Januar 1978 ließ sich Derk Thijs seinen Entwurf registrieren.
Auf dem selben Blatt hatte er auch das Prinzip des Kiteboardens
skizziert.
Derk Thijs ist heute bekannt für den Bau seiner Ruderfahrräder. |
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Die Informationen über
verschiedenste Errungenschaften im Windsurfsport werden mit
der Zeit so vielfältig und in manchen Dingen so von
einander abweichend dargestellt, dass es immer schwieriger
wird die Ereignisse nachzuvollziehen.
So heißt es aus Amerika, dass Mike Waltze als
erste Person ein Shortboard gefahren haben soll. Dieser Versuch bestand darin
1978 (Anmerkung der Red.: ein Jahr nach Derk Thijs) ein Segel auf ein Surfboard
zu montieren. Waltze soll auch, zusammen mit Ken Klieg, 1979 als erster auf Maui
gesurft sein. Mike Waltze war der erste Surfer in den Wellen von Hookipa. Matt
Schweitzer, der Sohn von Hoyle soll ihn, einer anderen Quelle zufolge, dabei
begleitet haben.
1982 erfindet Richard Whyte das Kultmanöver Duck
Jibe.
In den frühen 80ern boomte
das Windsurfen immer noch. Selbst Kafferöster wie Eduscho oder Tschibo hatten
Boards im Angebot.
Die World Cup Tour der Profiwindsurfer startete 1983. 1984 wurde Windsurfen in
Los Angeles eine olympische Disziplin. Erst nur für
Männer, 1992 dann auch
für Frauen. Bei der ersten Olympiade wählte die IYRU (International
Yacht Racing Union) den Windglider als zu fahrendes Board aus, obwohl der Windsurfer
das weltweit meist gefahrene Board war. Als Segelgröße wurde 6.5m²
gefahren. Ein Trapez war nicht erlaubt. Das Schwert wog um die 4 kg und wurde
vom Fahrer,
auf Downwind Kurs, auf der Schulter transportiert.
Die Wahl des Boards geschah zum großen Leidwesen Hoyle Schweitzers der
nun mitansehen musste wie das Brett eines anderen Herstellers bei den Bewerben
vor seiner Haustür gefahren wurde. Die Windglider wurden damals in Ungarn
gebaut.
Durch die finanzielle Belastung, die die Entrichtung von
Lizenzgebühren
an Hoyle Schweitzer darstellte, wurde die Windsurfentwicklung über
viele Jahre stark gehemmt. Hersteller waren zur Zahlung an
Schweitzer verpflichtet, sobald sie irgend etwas im Zusammenhang
mit "Windsurfer" herstellen und vekaufen wollten.
Die Olympischen
Spiele in Los Angeles gewann Stephan Van den
Berg aus Holland. Der Amerikaner Scott Steel wurde zweiter und Bruce Kendall
aus New
Zealand dritter.
Bruce ist immer noch der jüngste Medaillengewinner einer Olympiade in
dieser Sportart (im Olympia Jargon immer noch Boardsailing genannt). Er war
damals 20
Jahre.
Die Entscheidung der IYRU leitete den Untergang für den original
Windsurfer
ein. Er verschwand langsam von der Bildfläche. Die Erinnerung
an die Anfänge einer faszinierenden neuen Sportart ließ ihn jedoch
zum Mythos werden.
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