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Die Geschichte
des Windsurfens. Daily Dose stellt die wahren Eltern des Windsurfens
vor...
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Editorial: Die Wahrheit
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Darbys Freesail
System |
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Filmaufnahmen: 1965
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Testarbeit |
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Eine neue Sportart |
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Der Sport wird
bekannt |
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Das Patent |
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Darby vor Gericht |
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Der Windsurfboom |
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Speedsurfen |
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| Windsurf History
::: Newman Darby vor Gericht |



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Im Gegensatz zu Newman Darby pushte Hoyle Schweitzer
das Windsurfen mit wesentlich mehr geschäftlichem Geschick. Er
richtete die Produktion kostensenkend auf einen Massenmarkt aus.
Die Boards bekamen eine strapazierfähige Hülle aus günstigem
Polyethylen. Diese Hülle wurde mit Polyurethanschaum ausgeschäumt.
Ein Windsurfboard
wog nun zwischen 20 und 22 kg. Ein Steckschwert aus Bootssperrholz
in der Mitte des Brettes
und eine schwarze
Surferfinne vervollständigten das Brett. Das Segel war 5
m² groß und hatte nur ein kleines Fenster zum Durchschauen.
Der Gabelbaum war aus Teakholz, der Mast aus Mahagoni mit einem
massiven Nirokardangelenk.
Hoyle Schweitzer kaufte Jim Drake seine Anteile
am Patent 1972/73 ab. Vorher hatte er jedoch ein lukratives Geschäft
eingeleitet, von dem er
wohl
Jim Drake
nichts
erzählt hatte.
Nachdem Drake aus dem Geschäft war - und damit ein
weiterer Erfinder unter die Räder gekommen war, begann Schweitzer
den Sport noch
intensiver zu vermarkten. Er erwarb
die Patente
für Großbritannien, Westdeutschland, Australien, Japan
und Canada. Länder die er in der Entwicklung des Sports als
wichtig empfand. Das Patent weltweit schützen zu lassen konnte
er sich nicht leisten.
Hoyle Schweitzer vergab an mehr als 20 Firmen auf der ganzen
Welt die Herstellungslizenz. Die Massenproduktion begann.
Der Sport wurde vor allem in
Europa sehr beliebt. Gegen Ende der 70er steckte Europa geradezu
in einem Windsurffieber. Jeder
3. Haushalt hatte einen Windsurfer im Keller liegen. Sehr bald
wurden dann verschiedene Modelle produziert und Boards aus Europa
waren ein beliebter Exportartikel nach Amerika.
Die Lizenzpolitik Schweitzers war den Herstellern von Boards
natürlich
nicht willkommen. Schweitzer verfolgte Patentverletzungen,
die er unter Herstellern der "Windsurfer" wahrnahm.
Er drohte sogar den olympischen Ausschuss 1984 zu verklagen,
wenn dieser ein
Brett autorisieren sollte, das durch einen Hersteller produziert
wird,
der nicht bei seiner Firma "Windsurfer International" unter
Lizenzvertrag steht.
Als in den siebziger Jahren Mistral, ein
schweizer Hersteller, von "Windsurfer International" verklagt
wurde, lokalisierten die damaligen Inhaber der Marke Mistral
Newman Darby, um dessen "Vorreiterrolle
in der Erfindung des Windsurfsports" als Verteidigung zu
nutzen.
Vor Gericht wurde Newmans Ausführungen von "Windsurfer
International"
als unwahr abgestritten. Sein Beweismaterial
wurde zu einem großen Teil nicht anerkannt. Auch die Filmdokumente von
Naomi wurden nicht als Beweismaterial akzeptiert. Argumentation: Die Aufnahmen
seien qualitativ zu gut für die damalige Zeit. Dass Naomi allerdings über
das nötige Wissen verfügte, um gute Aufnahmen zu machen, darüber
wurde hinweggesehen. Außerdem wurde dem Umstand, dass die darstellenden
Personen zum Zeitpunkt der Aufnahmen sehr jung waren keine Beachtung geschenkt.
Die Darbys, die keinen eigenen Anwalt engagiert hatten,
wurden
vorgeführt.
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Newman Darby ging 1976 zum Patentamt, um nachzufragen,
wie es denn jemandem möglich sein kann, ein Produkt patentieren
zu lassen, dass von einer anderen Person (nämlich ihm)
schon seit Jahren verkauft wird. Die Ähnlichkeit des von
Drake und Schweitzer patenierten Produkts zu Darbys Produkt
war einfach zu offensichtlich.
Am Patentamt wurde Naomi und Newman gesagt, dass sie nur 2
Briefe zu schreiben bräuchten, um das Patent von "Windsurfer
International" als ungültig erklären zu lassen.
Einen an "Windsurfer International" und einen an
das Patentamt. Newman hätte alles für den Preis von
zwei Briefmarken bekommen können. Naomi schrieb die Briefe
und bereitete sie zum
Abschicken vor.
Newman behauptet, die Mistral-Anwälte hätten
geraten, die Briefe nicht abzusenden. Laut
Newman sollen die Anwälte
behauptet haben, dass die Darbys aufgrund der unüberschaubaren
Kosten nicht imstande wären, eine Anfechtung handzuhaben.
Außerdem sei die Marke Windsurfer sehr stark und zudem
mit mächtigen Konzernen in Europa verstrickt. Wie konnte
eine kleine Firma wie "Darby Industries, Incorporated" gegen
Multi-Millionen Dollar Konzerne ankämpfen? Die Briefe
wurden nie verschickt. Letztendlich unterschrieb Newman einen
Vertrag
bei Mistral, als Berater und Designer. Dieser
Vertrag wurde nach einiger Zeit storniert.
Heute leben Newman & Naomi Darby am Meer, in Jacksonville Florida.
Darbys Leidenschaft ist und bleibt das Designen und Segeln von
Booten. Er gibt immer noch Bootsbau-Kurse, zeichnet, malt und
erfindet.
Sein letztes Projekt nannte er "Windspear". Es eignet
sich zum Cruisen und Paddeln und ist eine Kombiantion aus Ruderboot,
Kajak und Windsurfer, mit einer Paddel-Finnen Kombination.
Newman Darby sagt von sich selbst: "My hobby is inventing
and building things and that's what I want to do".
Newman geht noch regelmäßig Windsurfen. Als er einen
Windsurfprofi am Strand sieht lacht er und sagt, "He was pounding
the surf, leaping the waves... it was so beautiful. You can feel
the power of the wind and by feeling it, you can control it. It's
the simplest form of sailing in the world. And now millions of
people can do it."
Am 9 April 1999 wurde Newman Darby im Rahen des "Innovative
Lives Program" des "Smithsonian Instituts" nach
Washington eingeladen. Dort trug er seine Geschichte vor und unterlegte
diese mit Bildern und Ausschnitte der von ihm und Naomi gedrehten
Filme. Das Schaffen von Newman & Naomi Darby und die
Erfindung des Windsurfens wird im Museum dokumentiert. Eines seiner
ersten Boards ist dort ausgestellt.
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