Uns blieb also nur, auf
Flautenbeschäftigungen wie Scrabble auszuweichen, mit 4-fachem
Wortwert für Wörter mit Surfbezug.....Mastmanschette
oder Vorlieksstrecker hätten also fast zwangsläufig
den Sieg gebracht. Kurz bevor der Lagerkoller eintrat, kam dann
Nachts Wind, was dazu führte, dass Flo bereits im Morgengrauen
hektisch im Neo – im immer noch strömenden Regen –
aufriggte und wir uns kurz darauf bei Temperaturen und Wasserfarben,
die eher dem Ijsselmeer zuzuordnen gewesen wären, auf dem
Wasser wieder fanden, während die Italiener am Strand original
mit Skihandschuhen und Wollmützen ihr Material aufriggten.
Leider verschwand der Wind mittags, aber damit wenigstens auch
der Regen, so dass zumindest das Touri-Programm entlang der Nordküste
nun Sinn machte. An dieser Stelle sei auch ein Ausflug nach Castelsardo
mit seinem Burgberg empfohlen, vor allem aber wegen dem kleinen
Ristorante von Mama Angela. Die fürchtete angesichts unseres
Hungers ein wenig um den Inhalt ihres Aquariums, aber mit doppelten
Nachtischportionen konnte das schlimmste verhindert werden.
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Eine Null-Diät zur
kurzfristigen Gewichtsreduzierung wäre bei den folgenden
Schwachwindtagen allerdings eher angezeigt gewesen- es war, nun
ja, schlichtweg „flautig“. Und zwar so sehr flautig,
dass sogar Flo sich aus Verzweiflung auf den Kursrenner stellte
um sich mit dem 11er Segel krampfhaft ins Gleiten zu pumpen. Und
das will schon was heißen… Das Ganze hatte den lustigen
Nebeneffekt, dass am anderen Ende der Bucht einige Surfer hektisch
aufriggten, nur um dann festzustellen das sie nicht an die von
Flo stark nach unten korrigierte Gleitschwelle heran kamen.
Kurz bevor sich Flo soweit war, sich für die komplette DWC
Saison im Kursrennen anzumelden, meldeten sowohl Wetterdienste
als auch unsere einheimischen Quellen wieder Wind- natürlich
am südlichen und damit entgegen gesetzten Ende der Insel:
In Chia. Aber die Strecke kannten wir ja bereits, und was sind
schon ein paar sardische Kilometer mehr...?
Tatsächlich kamen sowohl der angesagte Wind als auch Sonne
für die abschließenden Tage, und zwar sowohl im Süden
als auch im Norden, so dass wir uns langsam in Richtung Fährhafen
zurückarbeiten konnten, bis schließlich die letzten
Kilometer auf Sardinien vor uns lagen- und das obwohl wir inzwischen
auf Karten verzichten und die Strecken blind, bzw. im Halbschlaf
fahren konnten...schade eigentlich. Aber die verbleibenden Kilometer
bis ins warme Deutschland trösteten ein wenig, ebenso wie
die Aussicht auf den nächsten Trip, nach Sardinien oder wohin
auch immer, wenn es wieder heißt: „Wir sind dann mal
weg!“
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