Wer noch etwas mehr Power hat, sollte abends nicht immer im Hotel bleiben, sondern einen Ausflug in den ca. 6 km entfernten Ort Alaçati wagen, um dort eines der vielen Restaurants zu besuchen und vor allem, um die Atmosphäre zu genießen. Der 45-Minuten-Fußmarsch von der Surfbucht kann natürlich gerade im Dunklen recht lang werden.
Doch gleich als wir uns zum ersten Mal auf den Weg nach Alaçati machten, hatten wir ein sehr nettes Erlebnis, als schon nach weniger als 5 Minuten ein älterer Türke mit seinem betagten Jeep anhielt, um uns mitzunehmen. Die Fahrt war ziemlich lustig, obwohl wir kein Wort türkisch und unser Chauffeur weder deutsch noch englisch sprachen. Die Verständigung mit Händen und Füßen hat aber problemlos geklappt, und unser Fahrer nahm wie selbstverständlich einen Umweg in Kauf, um uns mitten ins Zentrum zu fahren.
So einzigartig wie die Freundlichkeit der Einheimischen ist auch die Atmosphäre in Alaçati. Man trifft hier nahezu nur auf türkische Touristen. Westeuropäische Touris sind absolut die Unterzahl, so dass man sich teilweise mit Gesten verständigen muss, um etwas zu Essen zu bekommen. Viele Speisekarten gibt es nur in türkischer Sprache und oft wird selbst in den Restaurants kein Englisch gesprochen. Aber gerade das macht das besondere Flair aus und lässt den Ort sehr türkisch und die Stimmung sehr authentisch wirken.
|
 |
Alternative Sportmöglichkeiten gibt es in Alaçati nicht ganz so viele wie an anderen Orten. Natürlich kann man an windlosen Tagen Wasserskifahren oder Jetskis leihen. Zum Joggen ist die Gegend nicht so optimal, Tauchen ist in der direkten Umgebung des Surfspots weniger angesagt und Schnorcheln ist aufgrund des Sandbodens in der Bucht relativ unspektakulär.
Wenn man die Unterwasserwelt kennen lernen möchte, sollte man eher an andere Strände ausweichen, die am besten per Roller, teilweise aber auch zu Fuß erreichbar sind. An den besseren Schnorchelspots findet man Seeigel in ungeahnten Mengen, einige Plattfische und mit etwas Glück auch mal den einen oder anderen Octopus. Auf der Mittelmeerseite sind zudem ein paar Wracks für Taucher zugänglich, allerdings muss man für solch einen Ausflug in der Regel einen ganzen Tag einplanen.
Ein weniger sportliches aber absolut empfehlenswertes Highlight bei Flaute, die zwar selten aber eben doch ab und zu mal vorkommt, ist eine Erkundungstour mit einem Motorroller. Die kleinen Knatterkisten kann man ab ca. 15 €/ Tag mieten, um auf den meist recht ordentlichen Straßen die Gegend zu erforschen. Lohnend ist der Ort Çesme mit seiner langen und wunderschönen Uferpromenade, einem kleinen Hafen und den vielen Klamottenläden, in denen man jede Art von „Markenware“ zu extrem günstigen Preisen erhalten kann.
|