Move: Takeoff mit dem Wellenreit-Longboard Rider: Maximilian Reuter Location: Peniche/PortugalDer Takeoff in der ungebrochenen
Welle (Grünwellenstart) ist der Anfang zum richtigen Wellenreiten.
Voraussetzung ist, daß man die Aufstehbewegung sowohl am Strand als
auch in den Schaumwalzen, also den schon gebrochenen Wellen, bis zum Abwinken
geübt hat. Ein großvolumiges Board (Longboard oder Minimalibu)
erleichtert die Sache ungemein. Weiterhin sollte man sich einen Tag oder
einen Spot aussuchen, an dem die Wellen nicht zu groß sind und ziemlich
soft brechen. Jetzt noch die richtige Stelle zum Rauspaddeln suchen und
du findest dich kurze Zeit später im Line Up wieder. Der Takeoff setzt
sich aus verschiedenen Komponenten zusammen: • Positionieren im Line Up • Timing der Aufstehbewegung • Power fürs Paddeln • richtige Position auf dem Board • und natürlich die Aufstehbewegung selbst Du sitzt perfekt positioniert
im Line Up - parallel zu den Wellen, damit du diese und das Ufer gleichzeitig
im Auge behalten kannst. Kein anderer Schlitzer weit und breit zu sehen.
Jetzt kommt sie, die perfekte Welle, und zwar direkt auf dich zu. Sie baut
sich auf, ist aber noch nicht gebrochen. Du drehst dich mit dem Board in
Richtung Strand, so daß sich das Board im rechten Winkel zur Welle
befindet. Bei einem Abstand von ca. 5 bis 7 Metern mußt du kräftig
lospaddeln.  1. Wenn die Welle dich erreicht,
hebt sie das Board hinten an. Deshalb müssen die Beine geschlossen
auf dem Board liegen, damit die Nose nicht ins Wasser gedrückt wird.
Leicht ins Hohlkreuz gehen - so kannst du schneller Paddeln.
2. Jetzt hat die Welle dich
erreicht und du mußt den vorderen Teil des Boards etwas belasten,
sonst läuft die Welle unter dir durch. Das machst du, indem du den
Brustkorb aufs Deck drückst. Beine geschlossen halten, sonst droht
ein Nosedive ...und kräftig weiterpaddeln. 3. Damit du die Welle auch
wirklich bekommst, muß du es nicht nur wollen, sondern auch mit kräftigen
Doppelarmschlägen unterstützen. Dieser Sprint ist wichtig, damit
du möglichst früh die Welle angleiten kannst.  4. Wenn das Brett von alleine
läuft, einfach gleiten lassen und die Hände etwas unterhalb der
Brust aufs Board setzen, sonst drückst du die Nose ins Wasser. Das
Board befindet sich immer noch im rechten Winkel zur Welle; so kann es
schneller angleiten.
 5. Du gehst jetzt in eine
Absprunghaltung. Die Arme sind leicht gebeugt, die Hüfte liegt noch
auf dem Deck - du mußt dich später davon abstoßen. Dabei
schaust du in die Richtung, in die die Welle bricht. Durch Körperverlagerung
lenkst du das Board in diese Richtung.
 6. Du mußt solange
warten, bis das Board eine stabile Position gefunden hat. Wenn du zu früh
aufstehst, läuft die Welle unter dir durch. Wenn du zu spät aufstehst,
bricht die Welle hinter dir und du kommst nicht mehr in den grünen
Bereich.
 7. Arsch hoch, sonst wird's
nix. Den Schub der Welle ausnutzen! Den vorderen Fuß zwischen den
Händen aufsetzen, den hinteren vor den Finnen, im rechten Winkel zum
Stringer. Sanft belasten und mit der Geschwindigkeit der Welle gehen.
 8. Du bleibst erstmal in
der Hocke und lenkst das Board weiter in die gewünschte Richtung.
Jetzt spürst du wie es stärker beschleunigt, da die Welle steiler
wird. Das Board ist jetzt gut positioniert. Es ist an der Zeit aus der
Hocke zu kommen und das Board in die Richtung zu pushen, in die du cruisen willst. That's it ...got stoked?
photos: M. Koell | text:
M. Reuter | © 1999 the daily dose of surfing - all rights reserved |